Lennep, war schon im Mittelalter bedeutender Rastplatz an der großen Heer- und
Handelsstraße von der Ostsee zum Rhein und weiter in das flandrische Brügge.
Die große Wallfahrt des Mittelalter nach Santiago de Compostela
zog ab dem 12.Jh. immer mehr Menschen in den Bann.
Bis heute hat diese Pilgerfahrt zum Grab des Apostels
Jakobus der Ältere im Rheinland tiefe Spuren hinterlassen.
Diese gilt es, als Kulturgut hohen Wertes aus zu weisen und
für die Nachwelt zu sichern.
Mit der Kennzeichnung der Wegstrecke
hat der Landschaftsverband Rheinland im Jahre 2000 in
Remscheid Lennep begonnen. In Wahrnehmung seiner
regionalen, kulturellen Aufgabenstellung und in Zusammenarbeit
mit der Stadt Remscheid sowie der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft
wurden die Wege der Jakobspilger im Rheinland wieder sichtbar.
Lennep Offensiv e.V. und nunmehr die Lenneper Pilgerfreunde e.V.,
versorgen seit 2009 die Pilger
mit dem Stempel für das Credenciale, den Pilgerpass.
So wie vor rund 800 Jahren gelangen auch heute noch die Pilger
durch die Küchen- und Pilgergasse in die historische Altstadt.
Die mächtige Kirche führte im Mittelalter das Patrozinium
des Hl. Jakobus d.Ä.
Der rege Verkehr auf der Fernhandelsstraße forderte schon
früh alle notwendigen Einrichtungen an solch einem wichtigen
Rastplatz. So könnte auch die Splittergasse im Zusammenhang
mit einem mittelalterlichen Spital stehen. Aus Anlass der „Europa Compostela 2010“
feierte Lennep ein Jakobsfest, um die europäische Dimension des Weges
im Sinne der 1987 verabschiedeten „Carta des Europarates“ sichtbar
und erlebbar zu machen. Bürgerinnen und Bürger, die Stadt Remscheid
sowie die Evangelische- und Katholische Kirchengemeinde
tragen den Gedanken mit.

 

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Text: Alfons Ackermann Bergischer Geschichtsverein